Bilder für deine Handwerker-Website: Diese 7 Fotos brauchst du wirklich
Viele Handwerker haben Hemmungen, Fotos auf ihre Website zu stellen. "Ich bin kein Fotograf", "Meine Bilder sind nicht gut genug", "Ich habe keine Zeit für professionelle Shootings".
Die Wahrheit: Authentische Fotos von echten Baustellen schlagen generische Stockfotos immer. Und du brauchst kein teures Equipment – dein Smartphone reicht völlig.
In diesem Artikel zeigen wir dir, welche 7 Fotos wirklich wichtig sind und wie du sie einfach selbst machst.
Warum Bilder auf der Website so wichtig sind
Menschen entscheiden visuell. Bevor jemand einen Text liest, schaut er sich die Bilder an. Gute Fotos entscheiden darüber, ob ein Besucher bleibt oder zur Konkurrenz geht.
Bilder schaffen Vertrauen. Echte Fotos von deinen Projekten zeigen: Du machst das wirklich. Du bist kein anonymer Anbieter, sondern ein echter Betrieb mit echter Arbeit.
Google liebt Bilder. Bilder mit passenden Beschreibungen (Alt-Texten) verbessern dein SEO. Außerdem können deine Bilder in der Google-Bildersuche auftauchen – eine zusätzliche Quelle für Traffic.
Stockfotos wirken austauschbar. Jeder kann die gleichen Stockfotos kaufen. Wenn deine Website genauso aussieht wie die der Konkurrenz, bleibst du unsichtbar.
Die 7 Fotos, die jede Handwerker-Website braucht
1. Abgeschlossene Projekte (3-5 Fotos)
Warum: Das sind deine Referenzen. Zeige, was du kannst.
Was du fotografieren sollst:
- Fertiggestellte Arbeiten: Ein renoviertes Bad, eine neue Heizungsanlage, eine eingebaute Haustür, ein frisch gedecktes Dach.
- Vorher-Nachher (wenn möglich): Zeigt den Unterschied, den du gemacht hast.
Wie du es machst:
- Handy reicht völlig.
- Achte auf gutes Licht (Tageslicht ist am besten).
- Aufräumen: Werkzeug und Bauschutt aus dem Bild räumen.
- Fotografiere aus mehreren Winkeln, wähle später die besten aus.
Tipp: Mach Fotos direkt nach Projektabschluss zur Routine. Projekt fertig → 3 Fotos → hochladen.
2. Du und dein Team (1-2 Fotos)
Warum: Menschen kaufen von Menschen. Ein Gesicht schafft Vertrauen.
Was du fotografieren sollst:
- Dich selbst, idealerweise bei der Arbeit oder in deiner Werkstatt.
- Dein Team (falls vorhanden), bei einer lockeren Situation – kein steifes Gruppenfoto.
Wie du es machst:
- Keine gestellten Studiofotos nötig. Ein Kollege oder Kunde kann das Foto mit dem Handy machen.
- Arbeitskleidung ist perfekt – wirkt authentisch.
- Lächeln hilft. Wirkt sympathischer als ein ernster Blick.
Tipp: Nicht jeder muss auf der Website sein. Wenn du Solo-Selbstständiger bist, reicht ein Foto von dir.
3. Dein Fahrzeug oder deine Werkstatt (1 Foto)
Warum: Zeigt, dass du ein echter Betrieb bist. Ein Firmenwagen mit Logo oder eine ordentliche Werkstatt vermitteln Professionalität.
Was du fotografieren sollst:
- Dein Servicefahrzeug mit Beschriftung.
- Deine Werkstatt oder deinen Lagerraum (ordentlich aufgeräumt).
Wie du es machst:
- Fahrzeug: Am besten bei gutem Wetter, sauberes Fahrzeug, Logo gut sichtbar.
- Werkstatt: Aufgeräumt, kein Chaos im Hintergrund.
Tipp: Dieses Foto brauchst du nur einmal – es ändert sich selten.
4. Details deiner Arbeit (2-3 Fotos)
Warum: Zeigt deine Sorgfalt. Nahaufnahmen von sauberen Anschlüssen, präzisen Schnitten oder hochwertigen Materialien beweisen Qualität.
Was du fotografieren sollst:
- Elektrische Anschlüsse (sauber verkabelt)
- Fliesen (perfekte Fugen)
- Holzarbeiten (glatte Oberflächen)
- Schweißnähte, Dichtungen, Montagepunkte – je nach Gewerk
Wie du es machst:
- Geh nah ran. Details wirken besser als Weitwinkel-Aufnahmen.
- Fokus auf Qualität: Zeig, was du besser machst als andere.
Tipp: Diese Fotos zeigen Fachkompetenz. Laien verstehen vielleicht nicht alles, aber sie sehen: "Der arbeitet sauber."
5. Werkzeug und Material (1 Foto, optional)
Warum: Zeigt deine Ausstattung. Professionelles Werkzeug signalisiert: Ich bin kein Hobby-Handwerker.
Was du fotografieren sollst:
- Dein Werkzeug, ordentlich aufgereiht oder in Aktion.
- Hochwertige Materialien, die du verwendest (z.B. Markenprodukte).
Wie du es machst:
- Ordentlich arrangieren (nicht chaotisch).
- Gutes Licht, scharfes Foto.
Tipp: Muss nicht sein, kann aber wirken – besonders wenn du mit hochwertigen Marken arbeitest.
6. Kunden oder zufriedene Auftraggeber (1 Foto, optional)
Warum: Testimonials mit Gesicht wirken stärker als reine Textzitate.
Was du fotografieren sollst:
- Einen zufriedenen Kunden, idealerweise vor dem fertigen Projekt.
- Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis!
Wie du es machst:
- Frag den Kunden nach Projektabschluss: "Darf ich ein Foto von Ihnen vor dem fertigen Bad machen? Das würde ich gerne als Referenz auf meiner Website zeigen."
- Handy reicht, lockere Atmosphäre.
Tipp: Nicht zwingend nötig, aber sehr wirksam. Falls Kunden nicht wollen, respektiere das.
7. Aktuelle Arbeiten oder Baustellen (1-2 Fotos, regelmäßig aktualisiert)
Warum: Zeigt, dass du aktiv bist. Google liebt frische Inhalte.
Was du fotografieren sollst:
- Ein laufendes Projekt (natürlich nur mit Erlaubnis des Kunden).
- Fortschritt zeigen: "Heute: Rohbau fertiggestellt" oder "Letzte Feinarbeiten an der Elektrik".
Wie du es machst:
- Regelmäßig Fotos von aktuellen Projekten machen und hochladen.
- Kurze Beschreibung dazu: Was passiert gerade? Wann ist es fertig?
Tipp: Das hält deine Website lebendig. Einmal pro Woche oder alle zwei Wochen ein neues Foto – das reicht.
Was du bei Fotos beachten solltest
Rechtliches
Personen: Nur mit Einverständnis fotografieren und veröffentlichen. Am besten schriftlich festhalten.
Gebäude: In den meisten Fällen erlaubt, wenn das Gebäude von außen öffentlich sichtbar ist. Bei Innenräumen: Erlaubnis des Eigentümers einholen.
Marken und Logos: Wenn Markenlogos dominant im Bild sind, kann das rechtlich problematisch sein. Lieber vermeiden oder unscharf stellen.
Tipp: Im Zweifel beim Kunden nachfragen: "Darf ich Fotos vom fertigen Projekt für meine Website machen?"
Technisches
Gutes Licht: Tageslicht ist besser als künstliches Licht. Vermeide grelles Gegenlicht.
Aufräumen: Entferne Bauschutt, Verpackungen und alles, was unprofessionell wirkt.
Schärfe: Moderne Smartphones fokussieren automatisch. Einfach auf das Motiv tippen, bevor du auslöst.
Hochformat vs. Querformat: Für Websites funktionieren beide, aber Querformat (Landscape) wird oft besser dargestellt.
Dateigröße: Bilder direkt vom Handy sind oft 5-10 MB groß. Das ist zu viel. Nutze kostenlose Tools wie TinyPNG oder Squoosh, um sie auf 100-300 KB zu verkleinern.
Häufige Fehler bei Website-Fotos
Fehler 1: Nur Stockfotos
Austauschbar, unpersönlich. Zeig lieber deine echten Projekte.
Fehler 2: Zu viele Bilder
Weniger ist mehr. 7-10 starke Bilder sind besser als 50 mittelmäßige.
Fehler 3: Schlechte Qualität
Verwackelt, zu dunkel, unscharf – das wirkt unprofessionell. Lieber 3 gute Fotos als 10 schlechte.
Fehler 4: Keine Bildunterschriften
Schreib dazu, was auf dem Bild zu sehen ist. Das hilft nicht nur dem Nutzer, sondern auch Google (SEO).
Fehler 5: Bilder nicht optimieren
Zu große Dateien verlangsamen deine Website. (Siehe eigenen Artikel zu Performance.)
Du brauchst keinen Profi-Fotografen
Ein professionelles Fotoshooting kann 500-2.000 Euro kosten. Für die meisten Handwerker ist das nicht nötig.
Dein Smartphone reicht völlig, wenn du ein paar Grundregeln beachtest:
- Gutes Licht (Tageslicht)
- Ordentliche Umgebung
- Scharf fokussieren
- Aus verschiedenen Winkeln fotografieren, später die besten auswählen
Falls du trotzdem Hilfe willst:
Ein lokaler Fotograf macht ein kleines Shooting für 200-400 Euro. Das kann sich lohnen, wenn du besonders hochwertige Bilder brauchst (z.B. für Broschüren oder Social Media).
Aber für die Website: Handy reicht.
Fazit
7 Fotos reichen völlig für eine starke Handwerker-Website:
- Abgeschlossene Projekte (3-5 Fotos)
- Du und dein Team (1-2 Fotos)
- Dein Fahrzeug oder Werkstatt (1 Foto)
- Details deiner Arbeit (2-3 Fotos)
- Werkzeug und Material (1 Foto, optional)
- Zufriedene Kunden (1 Foto, optional)
- Aktuelle Arbeiten (1-2 Fotos, regelmäßig)
Kein Profi-Equipment nötig. Keine teuren Shootings. Nur dein Handy, gutes Licht und ein bisschen Aufmerksamkeit.
Authentische Fotos von echter Arbeit schlagen generische Stockfotos immer. Zeig, wer du bist und was du kannst – das überzeugt.