Website für kleine Betriebe: Was wirklich wichtig ist (und was du weglassen kannst)

Veröffentlicht am 11. Januar 2026

Du stehst tagsüber auf der Baustelle oder beim Kunden, abends machst du Angebote und Rechnungen – und irgendwo dazwischen sollst du noch eine Website planen. Agentur? Baukasten? "Ein Freund, der sich mit Computern auskennt"? Alle versprechen „einfach“ und „professionell“, aber niemand sagt dir klar, was für einen kleinen Betrieb wirklich wichtig ist – und was du dir sparen kannst.

In diesem Artikel geht es genau darum:

  • welche Bausteine eine Website für kleine Betriebe wirklich braucht
  • welche Extras du getrost weglassen kannst
  • wie du mit einer schlanken Seite startest, ohne dich in Technik und Design zu verlieren

Wenn du am Ende des Artikels weißt, welche 3–5 Dinge du zuerst angehst, hat die Website schon gewonnen – ganz ohne Perfektionismus.

Was ist das Ziel deiner Website als kleiner Betrieb?

Bevor es um Farben, Schriftarten oder Logos geht, musst du eine einfache Frage beantworten: Wozu brauchst du die Website überhaupt?

Typische Ziele für kleine Betriebe:

  • Mehr passende Anfragen von Kunden in deiner Region
  • Seriöser Eindruck, wenn jemand deinen Namen googelt
  • Unterstützung bei der Mitarbeiter-Suche (z.B. ein klarer Bereich für Jobs)

Du baust keine Image-Seite für einen Konzern, sondern eine Arbeitsseite für deinen Betrieb. Das Ziel ist nicht, Preise für Webdesign zu gewinnen, sondern gefunden zu werden und Vertrauen aufzubauen.

Wenn dieses Ziel klar ist, wird vieles einfacher: Du brauchst keine 20 Unterseiten, keinen Mitgliederbereich und keinen Shop. Du brauchst eine klare, vollständige Infoseite, die genau diese Aufgabe erfüllt.

Die Pflicht: Diese Elemente müssen sitzen

Startseite mit klarem Versprechen

Die Startseite ist das, was die meisten Besucher zuerst sehen. Hier entscheidet sich, ob jemand bleibt oder wieder schließt.

Wichtig auf der Startseite:

  • Klarer Satz darüber, was du machst und für wen. Beispiel: „Dachdeckerbetrieb für Landau und Umgebung – wir kümmern uns um Ihr Dach, als wäre es unser eigenes.“
  • Kurz erklären, welches Problem du löst. „Wir helfen Hausbesitzern, ihr Dach dauerhaft dicht und energieeffizient zu halten – ohne Überraschungen auf der Rechnung.“
  • Ein Bild, das echt wirkt. Dein Team, deine Werkstatt, du auf der Baustelle – keine gestellten Stockfotos, wenn es sich vermeiden lässt.

Die Startseite beantwortet in den ersten Sekunden:

  • Bin ich hier richtig?
  • Was macht dieser Betrieb?
  • Ist das jemand, dem ich meinen Auftrag zutraue?

Wenn das sitzt, ist der wichtigste Schritt geschafft.

Leistungen klar und konkret benennen

Viele Websites kleiner Betriebe haben eine Unterseite „Unsere Leistungen“ – und dort steht dann etwas wie „Alle Arbeiten rund ums Haus“ oder „Individuelle Lösungen nach Wunsch“.

Das hilft niemandem.

Besser:

  • Konkrete Leistungen als Liste, z.B.:
  • Badsanierung komplett
  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Wartung und Reparatur von Heizungsanlagen
  • Pro Leistung ein kurzer Satz, für wen sie gedacht ist: „Ideal für Einfamilienhäuser ab Baujahr 1990, wenn das Bad in die Jahre gekommen ist.“

Der Besucher soll klar erkennen:

  • „Diese Leistung passt zu mir.“
  • „Das macht dieser Betrieb wirklich regelmäßig, nicht als Ausnahme.“

Kontaktbereich, der genutzt wird – nicht versteckt

Viele Webseiten verstecken den Kontakt hinter einem kleinen Link im Menü. Für kleine Betriebe ist das verschenktes Potenzial.

Was in den Kontaktbereich gehört:

  • Telefonnummer, unter der du wirklich erreichbar bist
  • E-Mail-Adresse, die du regelmäßig liest
  • Optional: Kontaktformular für Kunden, die nicht anrufen möchten
  • Öffnungszeiten / Erreichbarkeitszeiten
  • Dein Einzugsgebiet (z.B. „Raum Landau + 30 km“)

Wichtig: Klarer Call-to-Action.

  • „Ruf an für ein kurzes Vorgespräch.“
  • „Schicke uns eine Anfrage mit Fotos – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.“

Der Besucher sollte genau wissen, wie er den nächsten Schritt macht – und was dann passiert.

Vertrauen aufbauen: einfache Dinge mit großer Wirkung

Referenzen und Beispiele statt großer Worte

Du kannst 20-mal schreiben, dass du „zuverlässig“ und „kompetent“ bist – überzeugender ist ein konkretes Beispiel.

Statt langer Texte genügen wenige, gut gewählte Referenzen:

  • 3–5 Projekte mit:
  • Was wurde gemacht? (z.B. „Komplette Badsanierung“)
  • Wo? (Stadt/Region)
  • Besonderheiten? (z.B. „barrierefrei umgebaut“)
  • 1–2 Fotos pro Projekt, möglichst real und ordentlich beleuchtet

Dazu passen kurze Kundenstimmen:

  • „Termin eingehalten, sauber gearbeitet, jederzeit wieder.“
  • „Wir mussten uns um nichts kümmern, alles aus einer Hand.“

Das wirkt viel stärker als jede Werbeformulierung.

Über-uns-Bereich ohne Floskeln

Der Über-uns-Bereich ist kein Platz für Textbausteine wie „Wir sind Ihr kompetenter Partner in allen Fragen rund um…“.

Besser:

  • Wer bist du? (Name, Rolle im Betrieb)
  • Seit wann gibt es den Betrieb?
  • Wofür stehst du persönlich? (z.B. Sauberkeit auf der Baustelle, verbindliche Zusagen, Ehrlichkeit bei Preisen)

Beispiel:

„Ich bin Max Müller, Inhaber des Betriebs seit 2012. Mir ist wichtig, dass wir jede Baustelle so verlassen, wie wir sie vorfinden möchten – ordentlich, sauber und ohne Überraschungen auf der Rechnung.“

Ein ehrlicher, bodenständiger Text mit einem Foto von dir oder deinem Team baut mehr Vertrauen auf als jede Hochglanz-Floskel.

Recht & Technik: Die Basics, die du ernst nehmen solltest

Impressum und Datenschutz

Sobald du eine geschäftliche Website betreibst, brauchst du:

  • ein vollständiges Impressum
  • eine Datenschutzerklärung

Typische Inhalte im Impressum:

  • Name des Unternehmens / Inhabers
  • Anschrift
  • Kontaktmöglichkeiten
  • Rechtsform (z.B. Einzelunternehmen, GmbH)

Viele kleine Betriebe scheitern genau hier, weil sie sich nicht mit Gesetzen beschäftigen wollen – verständlich, aber riskant.

Lösungsidee:

  • Nutze ein System, das Impressum und Datenschutz für den DACH-Raum vorbereitet und aktuell hält.
  • Vermeide „Copy & Paste“ von fremden Websites.

So reduzierst du das Risiko von Abmahnungen, ohne dich tief in Paragrafen einlesen zu müssen.

Mobile Ansicht und Ladezeit

Die meisten deiner Besucher kommen heute über das Smartphone auf deine Seite. Wenn sie zoomen müssen, Buttons nicht treffen oder ewige Ladezeiten haben, sind sie weg.

Worauf es ankommt:

  • Texte gut lesbar, ohne Zoomen
  • Buttons und Links groß genug
  • Bilder komprimiert statt riesiger Originaldateien

Idealfall:

  • Du nutzt ein System, das automatisch eine saubere mobile Version und schnelle Ladezeiten liefert, ohne dass du irgendetwas einstellen musst.

Basis-SEO ohne Stress

Du musst kein SEO-Experte werden, aber ein paar Grundlagen helfen:

  • Jede Seite hat einen klaren Titel mit Ortsbezug: „Dachdecker in Landau – Müller Bedachungen“
  • Das wichtigste Schlagwort taucht in der Überschrift (H1) und im ersten Absatz auf.
  • Du nennst klar deinen Standort und dein Einzugsgebiet.

Viele technische Details (Meta-Daten, strukturierte Daten, Schema.org usw.) kann ein System im Hintergrund für dich erledigen. Wichtig ist: Du lieferst die Inhalte, die Technik sorgt dafür, dass Google und andere Dienste sie verstehen.

Was du dir als kleiner Betrieb sparen kannst

Kein Shop, wenn du Aufträge und keine Online-Bestellungen willst

Ein häufiger Fehler: „Wenn ich schon eine Website baue, dann direkt mit Shop.“

Für Handwerker, Dienstleister und viele lokale Betriebe ist das oft übertrieben:

  • Du verkaufst keine Standardprodukte, sondern Leistungen.
  • Du brauchst Beratung, Besichtigung, Angebot – keinen „In den Warenkorb“-Button.

Wenn dein Geschäft hauptsächlich aus Dienstleistungen besteht, reicht meistens:

  • klare Leistungsbeschreibung
  • Kontaktmöglichkeit
  • ggf. ein Formular mit ein paar Fragen

Ein Shop kostet Zeit, Nerven und Budget – ohne echten Mehrwert, wenn er nicht zu deinem Geschäftsmodell passt.

Kein Pixel-Design und keine 20 Seitentypen

Klassische Baukästen laden ein zum „Pixel schubsen“:

  • Box hierhin, Bild dahin, Text verschieben, Schriftart testen…

Das Ergebnis ist oft:

  • unruhige Seiten
  • schwer lesbare Texte
  • Design, das auf dem Handy auseinanderfällt

Für kleine Betriebe ist das Gegenteil sinnvoll:

  • feste Bausteine für Leistungen, Jobs, Events, FAQs
  • klare Struktur, die man nicht kaputt machen kann

Statt „alles ist möglich“ brauchst du „es sieht automatisch ordentlich aus“.

Keine Tool-Sammlung im Hintergrund

Newsletter-Popups, Chat-Widgets, fünf Statistik-Tools – das mag für große Shops sinnvoll sein, für kleine Betriebe ist es meist Overkill.

Für den Start reichen oft:

  • eine saubere, schnelle Website
  • ein gepflegter Google-Unternehmens-Eintrag
  • ggf. eine einfache Möglichkeit für Kundenbewertungen

Alles andere kannst du später ergänzen, wenn die Grundlagen stehen und du merkst, was dir wirklich fehlt.

So startest du schlank – Schritt für Schritt

Wenn du das Gefühl hast, dass „Website“ ein riesiges Projekt ist, brich es runter in einfache Schritte.

Schritt 1: Ziel in einem Satz aufschreiben

  • „Ich will mehr Anfragen für [Leistung] aus [Region].“

Schritt 2: 3–5 Kernleistungen notieren

  • Jede Leistung in einem Satz erklären: Für wen, wofür, Besonderheit.

Schritt 3: Kontaktdaten und Erreichbarkeit sammeln

  • Telefonnummer, E-Mail, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet.

Schritt 4: 3–5 Projekte und 2–3 Fotos auswählen

  • Keine Perfektion, aber realistische Einblicke in deine Arbeit.

Schritt 5: Mit einem geführten System arbeiten

  • Statt eine leere Seite zu sehen, füllst du Formulare aus:
  • „Leistung hinzufügen“
  • „Referenz hinzufügen“
  • „Job hinzufügen“
  • Das System baut daraus automatisch eine stimmige Website.

Schritt 6: Online gehen und dann verbessern

  • Erst live gehen, dann optimieren.
  • Nach den ersten Wochen prüfen:
  • Finden Kunden, was sie brauchen?
  • Welche Fragen kommen trotzdem noch per Telefon?
  • Diese Punkte ergänzt du anschließend auf der Website.

So wird „Website bauen“ zu einer Reihe kleiner, machbarer Aufgaben – statt zu einem riesigen Projekt, das du immer wieder verschiebst.

Wenn du dir die Technik sparen willst

Wenn du dir genau diese Arbeit abnehmen lassen willst, ist BatteryPages dafür gebaut: ein speziell für kleine Betriebe entwickeltes System, das dich Schritt für Schritt durch Leistungen, Referenzen, Jobs und Rechtstexte führt – ohne Baukasten-Chaos und ohne Agenturvertrag.

Auf der BatteryPages Website findest du Beispiele von Handwerker-Seiten und kannst dir in Ruhe ansehen, wie so eine schlanke, klare Website aussehen kann.

Fazit

Kleine Betriebe brauchen keine perfekte, komplexe Website. Sie brauchen eine klare, vollständige und rechtlich saubere Seite, die drei Dinge gut macht:

  1. Zeigen, wer du bist und was du konkret anbietest.
  2. Vertrauen aufbauen durch echte Beispiele und klare Worte.
  3. Es Kunden leicht machen, Kontakt aufzunehmen.

Alles andere – Shop, Spezial-Features, Automationen – ist erst dann interessant, wenn die Basis steht und du merkst, dass es dir wirklich etwas bringt.

Suche dir ein System, das genau diese Grundlagen einfach macht, die Technik und Rechtsthemen im Hintergrund löst und dich nicht in Design-Entscheidungen versenkt. Dann wird deine Website kein zusätzliches Hobby, sondern ein Werkzeug für deinen Betrieb.